Akupunktur

 

 

Die Grundvorstellung in der TCM ist das Gleichgewicht von Yin und Yang. Yin und Yang stehen als universale Zeichen der gegensätzlichen Aspekte des Lebens z.B.: kein Tag ohne Nacht, keine Hitze ohne Kälte, Trauer-Freude, Sicherheit-Furcht etc.

 

Sind Yin und Yang im Gleichgewicht ist der Körper gesund. Erkrankt ein Organismus, gibt es ein Ungleichgewicht von Yin und Yang. Im Körper herrscht dann ein Fülle- und ein Leere-Zustand. Durch die Akupunktur kann dieses Ungleichgewicht wieder ausgeglichen werden.

 

Yin

wird den Speicherorganen zugeordnet: Lunge, Herz, Niere, Leber, Milz/Pankreas

 

Yang

wird den Hohlorganen zugeordnet: Magen, Dickdarm, Blase, Gallenblase, Dünndarm, 3Fach-Erwärmer

 

Über den Körper sind symmetrisch 12 Meridiane verteilt. Die Kenntnisse über diese Meridiane ist für eine Akupunkturtherapie unumgänglich, denn Sie stellen den Zugang zum Körper dar. Die Akupunkturpunkte liegen auf den Meridianen.

 

Die Zustimmungspunkte (auch SHU-Punkte genannt) liegen auf dem inneren Blasenmeridian. Diese Punkte sind sehr wichtig bei der Untersuchung der Tiere und ebenfalls zur Diagnosestellung, da Sie in direkter Verbindung zu einem entsprechenden Organ stehen und Auskunft über den energetischen Zustand dieses Organes geben.

 

Die Alarmpunkte (auch Mu-Punkte genannt) liegen an der Ventralseite des Rumpfes. Jeden Organ ist ein Alarmpunkt zugeordnet, somit haben auch diese einen wichtigen diagnostischen Wert. Wenn sowohl ein Zustimmungspunkt und auch ein Alarmpunkt reagieren liegt eine organbezogene Erkrankung vor. Deshalb sollten nicht nur die Zustimmungspunkte bei der Untersuchung abgefragt werden sondern auch die Alarmpunkte. 

 

 

   

 Meridianbehandlung

 

 

Auch bei der Meridianbehandlung steht die Yin- und Yang-Lehre im Vodergrund. Diese ist der Grundpfeiler der Diagnostik und Therpaie.

 

Über dem Körper sind symmetrisch 12 Meridiane verteilt, diese sind immer paarig auf der linken und rechten Körperoberfläche vorhanden. Jeder Meridian ist einem Organ oder Funktionsgruppe zugeordnet. Ziel einer Meridianbehandlung ist es, den Ausgleich zwischen Yin und Yang wieder herzustellen, indem die Eigenregu-lationskräfte des Organismus angeregt werden.

 

Die 12 Meridiane tielen sich in 6 Yin- und 6 Yang- Meridiane auf:

1. Umlauf:

Herz (Yin vordere Extremitäten), Dünndarm (Yang vordere Extremitäten)

Blase (Yang hintere Extremitäten), Niere (Yin hintere Extremitäten)

2. Umlauf:

Kreislauf-Sexus (Yin vordere Extremitäten), Dreifacherwärmer (Yang vordere Extremitäten)

Gallenblase (Yang hintere Extremitäten), Leber (Yin hintere Extremitäten)

3. Umlauf:

Lunge (Yin vordere Extremitäten), Dickdarm (Yang vordere Extremitäten)

Magen (Yang hintere Extremitäten), Milz/Pankreas (Yin hintere Extremitäten)

 

Durch diese Meridiane fließt Qi - Qi ist die Lebenskraft/Lebensenergie. Dieser Fluss kann durch eine Barriere/Blockierung gestört werden. Eine Narbe kann z.B. für eine Blockierung des Meridianverlaufes  verantwortlich sein.

 

Hier ein paar kleine Beispiele zu den einzelnen Meridianen:

He (Yin): Sein Funktionieren garantiert funktionellen Ausgleich im kleinen Kreislauf

Dü (Yang): Hilft bei Verflüssigung des Schleims, fördert die Lymphbewegung

Bl (Yang): Verantwortlich für den Zustand aller Körperflüssigkeiten (Blut, Lymphe, Speichel, Harn etc.)

Ni (Yin): Zuständig für alle nicht bewegten Köperflüssigkeiten (Zell-, Innenohr-, Gelenksflüssigkeit etc.)

KS (Yin): Schutzwall des Herzens - verantwortlich für die konstitutionelle Energie

DE (Yang): Verantwortlich f. d. Säfteumlauf, hilft b. d. Regulierung d. Atmung + Ausscheidung d. Verdauung

Gbl (Yang): nimmt zu allen anderen Meridianen Verbindung auf und sorgt für deren Funktion

Le (Yin): Erkrankungen d. Urogenitalsystems, d. Kopfes, d. Abdomens + Flankenbereich, Zyklusstörungen

Lu (Yin): Steuert die Atmung + regiert die Meridiane: He, MP, Le, Ni

Di (Yang): Steuert die Funktion d. Schleimhäute + hat Bezug zur Auskleidung d. Kopfhöhlen

Ma (Yang): Erkrankungen Bereich: Kopf, Gesicht, Augen, Nase, Mund, Zähnen

MP (Yin): Erkrankungen Magen-Darm-Traktes, d. Urogenitalsystems, Vomitus, Diarrhoe, Ödeme

 

 

Sondergefäße/Sondermeridiane

 

Es gibt zwei wichtige übergeordnete Sondergefäße (Meridiane), die den kleinen Kreislauf (auch Rumpfreislauf genannt) ergeben. Der kleine Kreislauf zieht die Energie von den Extremitäten weg hin zum Rumpf. Aus energetischer Sicht ist der Organismus nur anfällig, wenn sein Energiekreislauf Blockaden oder Schwachstellen aufweist. Bei einem gleichmäßigen Fluss der Energie aller Meridianen ist der Körper vor Krankheiten und Erregern gut geschützt. Deshalb empfiehlt es sich zur Vorbeugung den kleinen Kreislauf in der Energieflussrichtung auszustreichen.

 

1. Gouverneursgefäß (auch Lenkergefäß oder Dumai genannt) befindet sich auf der Mittellinie am Rücken: beherrscht das Yang, bewirkt die Zirkulation des Rückenmarks

 

2. Konzeptionsgefäß (auch Zentralgefäß oder auch Renmai genannt) befindet sich auf der Mittellinie am Bauch: beherrscht das Yin, herrscht über Fortpflanzung