Homöopathie

 

                                  

 Definition Homöopathie:

 

Griechisch: homoio = ähnlich, patheia = Zustand

Die Homöopathie ist eine ärztliche Therapieform mit Einzelarzneien, welche am gesunden Menschen geprüft sind und in potenzierter Form nach dem Ähnlichkeitsprinzip (Simile-Prinzip) verordnet werden. Das Simile-Prinzip bedeutet: Die Krankheit an der Gesamtheit ihrer Symptome zu erkennen, die zur Verfügung stehenden Arzneimittel in ihren Wirkungen zu kennen und einen Ähnlichkeitsbeziehung zwischen beiden herzustellen. Wenn Krankheitsbild und Arzneimittelbild weitestgehend übereinstimmen, ist die Arznei das Simile.


Similia similibus curentur“ = „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden„


Eine Krankheit ist aus homöopathischer Sicht immer eine Verstimmung der Lebenskraft. Diese Lebenskraft, auch Dynamis genannt, hält alle Vorgänge in unserem Organismus in bewunderswerter Ordnung. Sobald eine Störung auftritt, ist sie bemühlt, diese so schnell wie möglich wieder auszugleichen, vor allem aber, die Störung von den lebenswichtigen Organen fernzuhalten. Viele Störungen manifestieren sich zuerst auf der Haut, in Form von z.B. Hautausschlägen, Juckreiz etc. Dies ist so zu sagen ein Ventil des Organismus die Krankheit bzw. Störungen "auszuleiten". Wird der Organismus nun diesem Ventils beraubt, indem Hautausschläge, Juckreiz etc. durch Salben, Bäder, Cortison usw. unterdrückt, muss die Dynamis sich eine andere Ebene für die vorhandene Störung suchen. Oftmals entstehen dadurch dann schlimmere Krankheiten. Durch das Unterdrücken und somit das Schwächen und Untergraben der Dynamis entwickelt der Organisums chronische Krankheiten.

 

Jede chronische Krankheit kann mit einer homöopathischen Therapie zumindest gebessert werden, solange die Lebenskranft noch stark genug ist auf die homöopahischen gesetzten Reize zu reagieren. Jedoch gibt es auch in der Homöopathie Grenzen. So können z.B. verformte Gelenke (durch z.B. jahrelanges Rheuma) nicht wieder hergestellt werden - aber lassen sich auch solche Erkrankungen positiv beeinflussen, in ihrem Fortschritt verlangsamen ggf. aufhalten.

 

In der klassischen Homöopathie gibt es keine Erkrankungen, Krankheiten, Symptome oder Diagnosen die therapiert werden müssen, sondern wird immer der ganze Organismus behandelt - Körper, Geist und Gemüt.

 

"Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfang, auf dem kürzesten, zuverlässigsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen."

 

Das bedeutetet: Nicht die Symptome dürfen vertuscht oder müssen behandelt werden (durch Antibiotika, Cortison usw.), sondern nach dem WARUM der URSACHE der Krankheit muss gesucht werden. Die Homöopathie strebt eine Anregung der Eigenregulierung an. Die Symptome (Krankheit, Störung) verschwindet auf diese Weise, da der Heilprozess in Gang gesetzt wird, wobei möglichst das ganze Krankheitsbild zum Verschwinden gebracht werden soll. Das verlorene Gleichgewicht wird somit wieder hergestellt.

 

Man unterscheidet zwischen der klinischen Homöopathie, der klassischen Homöopathie und den Komplexmitteln (zusammengesetzte Mittel).

 

Klinische Homöopathie:

Behandlung hauptsächlich in der Tiefpotenz, stellt die klinischen Symptome in den Vordergrund. Tiefpotenzen gehen hauptsächlich auf die körperlichen Symptome ein. 


Klassische Homöopathie:

Hochpotenzen nach der Lehre Hahnemanns. Hochpotenzen beziehen sich auf die Seele und das Gemüt. Für die klassische Homöopathie muss eine genaue Anamnese durchgeführt werden, um das passende Mittel auswählen zu können. Ohne das gründliche Repertorisieren (Körper, Geist und Gemüt) ist keine Konstitutionsmittelgabe möglich.